Forschung und Entwicklung

cp.max verlässt sich nicht nur auf bewährte Technologien. Von Beginn an haben wir mit Hilfe unseres praktischen Know-hows neue Verfahren und Technologien entwickeln. Dies kommt der Effizienz unserer Arbeit und der Leistung des Rotors zugute.

Einige unserer aktuellen Forschungsgebiete werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Neues Reparaturverfahren für niedrige Temperaturen: Cool Repair

Die zur Herstellung von Rotorblättern verwendeten Harzsysteme verhindern in der Regel Reparaturen bei niedrigen Außentemperaturen. Auch der DNV GL fordert daher zur Verarbeitung eine relativ hohe Mindesttemperatur von 16 °C (DNVGL-ST-0376: Rotor blades for wind turbines). Viele Rotorblätter können daher während mehreren Monaten eines Jahres nicht repariert werden.

cp.max hat mit Cool Repair diesen Reparaturzeitraum signifikant erweitert. Das Verfahren ermöglicht arbeiten ab einer Außentemperatur von 6 °C. Dies wurde neben umfangreichen internen Tests auch vom DNV GL bestätigt und zertifiziert.
cp.max kann somit die Verfügbarkeit Ihrer Windenergieanlagen noch weiter erhöhen, da Reparaturen auch unter schwierigen Bedingungen unverzüglich durchgeführt werden können.


Kern des Cool Repair- Verfahrens ist eine Heiz- Vakuumhaube, welche direkt auf die Reparaturstelle aufgesetzt wird. Durch eine intelligente Regelung wird dem Laminat genau die notwendige Wärmeenergie zugeführt und die Reparaturmaterialien zusammengepresst. Zusätzlich wird der Temperaturverlauf digital aufgezeichnet.

Cool Repair wurde gemeinsam mit dem Süddeutschen Kunststoffzentrum im Rahmen des Zentralen Innovations-programmes Mittelstand entwickelt.

Schwingungsreduktion des Rotors durch Auswuchten der Masse und Anpassen der Blattwinkel

Ein großer Teil der von uns inspizierten Rotoren weist unzulässig hohe Schwingungen auf. Dies kann zu einer schnelleren Ermüdung von Maschinenkomponenten und damit zu immensen Kosten führen. Durch das Einbringen von zusätzlichen Massen in die Rotorblätter kann ein Teil der Schwingungen eliminiert werden.

Eine weitere Ursache für Schwingungen ist häufig eine Fehlstellung der Rotorblätter. Eine Abweichung der sogenannten Pitchwinkel von weniger als 0,5° führt bereits zu deutlichen aerodynamischen Schwingungen. Diese Schwingungen führen nicht nur zu einer schnelleren Ermüdung, sondern mindern auch den Energieertrag der Windenergieanlage.

Bereits seit vielen Jahren wendet cp.max ein selbst entwickeltes Schwingungsmessgerät zum Auswuchten von Rotoren aller Anlagentypen an. Aktuell fokussieren wir uns auf die Komprimierung der bewährten Technologie in einem robusten und sehr einfach zu bedienenden Gerät. Diese kompakte Einheit kann anschließend auch von unseren Kunden ohne langwierige Schulungen angewendet werden.